sant'antioco
sant antioco - calasetta
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CALASETTA


Calasetta ist das zweite Städtchen auf der Insel Sant’Antioco. Das Dorf schmiegt sich an den imponierenden Turm aus dem 18. Jahrhundert (Torre settecentesca), von dem aus es sich einmal in Richtung zum Strand „Sotto Torre“ hin erstreckt, zum anderen in Richtung Strandpromenade und Yachthafen hin.

Mit ihrer an die wunderbaren griechischen Dörfer erinnernden typischen Farbgebung der Häuser in weiß und himmelblau heißt die Stadt den Besucher schon bei der Ankunft willkommen.
Ihre Einwohner, ursprünglich aus Ligurien und dem Piemont stammend, teilen außerdem zusammen mit der nahegelegenen Insel San Pietro eine gemeinsame Geschichte mit der tunesischen Insel Tabarka.

Calasetta nämlich wurde 1770 von einer kleinen Gruppe Ligurer und Peglier gegründet, die ursprünglich Mitte des 16. Jahrhunderts der Korallenfischerei wegen auf die nordafrikanische Insel Tabarka ausgewandert waren. Die Kolonie gedieh bis Anfang des 18. Jahrhunderts, wurde dann aber in Folge von Übervölkerung, des Rückgangs der Korallenausbeute und den immer häufiger werdenden Überfällen durch die Barbaren aufgegeben.
Im Jahre 1738 verließ die erste und größte Gruppe Tabarka und wurde auf der Insel San Pietro ansässig, wo sie die Stadt Carloforte gründete; über 30 Jahre später erhielt eine zweite Gruppe im Norden der Insel Sant’Antioco Asyl, woraus die Siedlung Calasetta hervorging.
Auch noch nach 200 Jahren haben sich hier die Sprache und die Eigenarten ihrer ligurischen Heimat, des Landes der Vorfahren, erhalten.

Der das Dorfzentrum dominierende Turm, der gewaltigste der Wachtürme an den Küsten Sardiniens, wurde gleichzeitig mit der Gründung der Ansiedlung zum Schutz vor den häufig stattfindenden Angriffen der Barbaren errichtet.
Unweit des Turms, an der Straße zu den Stränden, findet sich das bedeutende Museum der modernen Kunst (Museo d’Arte Moderna), das jedes Jahr Ausstellungen und Werken international bedeutender Künstler Platz bietet.
Vom Hafen von Calasetta aus erreicht man die Nachbarinsel San Pietro mittels einer regelmäßig, auch nachts verkehrenden Fährverbindung.
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